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Plattformen für E-Commerce-Zahlungsströme: Vor- und Nachteile

Aktualisiert am

Spezialisierte Plattformen für E-Commerce-Zahlungsströme haben gegenüber Cloud-Buchhaltungssoftware, Kanzlei-Software mit Datenservices, Multichannel-Tools und Belegtools einen strukturellen Vorteil: den Abgleich jeder Auszahlung von Shopify Payments, PayPal, Klarna oder Amazon auf Bestellebene gegen Umsatz, Gebühren und Retouren, bevor etwas in DATEV oder einem anderen Buchhaltungssystem landet, und die Übergabe aggregierter, nachvollziehbarer Buchungsstapel. Ihre Nachteile: ein zusätzliches Tool im Stack, ein Setup gemeinsam mit dem Steuerberater und ein Nutzen, der sich erst ab einigen hundert Bestellungen im Monat rechnet. Solche Plattformen ersetzen weder die Buchhaltungssoftware der Kanzlei noch den Steuerberater, sie liefern beiden geprüfte Zahlen.

Warum es die eine beste automatisierte Buchhaltungssoftware nicht gibt

Es gibt sie nicht, weil unter dem Begriff fünf Kategorien laufen, die jeweils einen anderen Teil deiner Buchhaltung automatisieren. Ranglisten stellen meist Belegtools, Cloud-Buchhaltungen und Kanzlei-Software nebeneinander, ohne zu fragen, ob ein Tool eine PayPal-Auszahlung über 340 Bestellungen mit zwölf Erstattungen zurückrechnen kann. Für einen Shop mit Zahlungsströmen zählen diese fünf Kategorien:

Cloud-Buchhaltungssoftware mit Shop-Anbindung. Automatisiert Belegerfassung, Bankabgleich und die Vorbereitung der Umsatzsteuer-Voranmeldung, meist mit eigenem DATEV-Export. Den Zahlungsabgleich auf Bestellebene, die Gebühren je Zahlungsanbieter und Marktplatzabrechnungen deckt sie nicht ab; gebucht wird in der Regel die Auszahlungssumme.

Kanzlei-Software DATEV mit Datenservices. Die Kanzlei arbeitet in ihrem Rechnungswesen, Belege und Zahlungsdaten kommen über die DATEV-Datenservices auf ein Konto für Zahlungsdienstleister. Automatisiert ist damit der Transport, nicht die Zuordnung der Zahlungen zu Bestellungen, Erlösen und einzelnen Gebühren; das bleibt Kanzleiarbeit, in der Regel nach Stunden abgerechnet. Details zu den Datenservices: Verkaufsdaten mit DATEV synchronisieren.

Multichannel- und Rechnungstools. Automatisieren Bestellabwicklung, Rechnung und Gutschrift je Bestellung über alle Kanäle, dazu den DATEV-Export der Rechnungen. Die Abstimmung gegen Auszahlungen, die Gebühren der Zahlungsanbieter und die Aggregation gehören nicht dazu.

Ausgaben- und Belegtools. Automatisieren die Eingangsseite mit Firmenkarten, Eingangsrechnungen, Freigaben und der Übergabe an DATEV. Für die Umsatzseite eines Shops sind sie nicht gebaut.

Spezialisierte Abstimmungsplattformen für Zahlungsströme. Automatisieren die Umsatzseite, also Bestellungen, Zahlungen, Gebühren, Retouren und Umsatzsteuer je Lieferland gegen die Auszahlungen jedes Anbieters, dazu Aggregation und Export als Buchungsstapel. Rechnungsstellung, Eingangsbelege, Jahresabschluss und Steuerberatung bleiben außen vor.

Funktionsmatrix: sechs Prüffragen für fünf Kategorien

Sechs Prüffragen trennen die Kategorien am deutlichsten, beantwortet je Kategorie mit ja, teilweise oder nein. Die Antworten gelten für die Kategorie, nicht für jeden einzelnen Anbieter. Die erste Zeile ist die wichtigste, denn auf Bestellebene entstehen die Differenzen, die dein Steuerberater sonst am Monatsende sucht.

PrüffrageCloud-Buchhaltung mit Shop-AnbindungKanzlei-Software DATEV mit DatenservicesMultichannel- und RechnungstoolsAusgaben- und BelegtoolsAbstimmungsplattform für Zahlungsströme
Zahlungsabgleich auf Bestellebeneteilweise: je Auszahlungssummeteilweise: die Kanzlei ordnet zuteilweise: nur der Zahlstatusneinja: je Bestellung gegen Auszahlung
Gebühren je Zahlungsanbieter und Marktplatzteilweise: als Differenz, ohne Steuerfallteilweise: § 13b UStG bleibt Kanzleiarbeitteilweise: Marktplatzgebühren teils, Zahlungsanbieter seltenneinja: Steuerschlüssel je Gebührenart
OSS und Lieferlandteilweise: Satz ja, Konten seltenja im Zielsystem, die Zuordnung muss geliefert werdenteilweise: nur auf der Rechnungneinja: OSS getrennt vom Inland
Marktplätze (Amazon, Otto, Kaufland)teilweise: nur mit Zusatz-Connectorteilweise: Amazon, selten weitereja: Bestellungen, Abrechnungen teilsneinja: Marktplätze und Shop gemeinsam
Aggregation und Nachvollziehbarkeitnein: ein Beleg je Bestellungteilweise: Handarbeit, Spur bis zur Zahlungteilweise: Sammelrechnung je Tag, Spur bis zur Rechnungnein: nur Eingangsbelegeja: je Tag und Steuerfall, Aktivitätslog bis zur Bestellung
Zusammenarbeit mit dem Steuerberaterteilweise: Logik vom Tool vorgegebenja: die Kanzlei führtteilweise: Regeln begrenztteilweise: Belegübergabeja: Regeln gemeinsam festgelegt, EXTF nach Kanzleivorgabe

In den ersten beiden Zeilen verschwindet Geld: Wer gegen die Auszahlungssumme abstimmt, macht aus einer Gebührendifferenz von 2,30 Euro einen Klärungsposten statt einer Gebührenbuchung mit Steuerschlüssel. In den Zeilen drei und vier sitzt das Steuerrisiko, in den letzten beiden die Kanzleikosten.

Vor- und Nachteile spezialisierter Plattformen für Zahlungsströme

Der Vorteil spezialisierter Plattformen ist strukturell: Abstimmung auf Bestellebene, alle Zahlungsanbieter und Marktplätze in einer Abstimmung, Prüfung vor dem Export. Die Nachteile sind genauso strukturell: ein weiteres Tool im Stack, ein Setup mit dem Steuerberater, ein Nutzen erst ab einigen hundert Bestellungen im Monat, eine Abhängigkeit vom Anbieter.

Auf der Habenseite steht, dass jede Auszahlung in Umsatz, Gebühren, Retouren und Steuer zerlegt wird, statt als Summe gegen die Bank gehalten zu werden. Abweichungen fallen auf, bevor sie in DATEV zu offenen Posten werden, und die Aggregation hält die Buchhaltung bedienbar: Aus mehreren tausend Einzelposten im Monat werden einige hundert Sammelbuchungen. Jede davon führt über den Aktivitätslog zurück zur einzelnen Bestellung.

Dem stehen echte Kosten gegenüber. Zugänge, Buchungsregeln und eine Monatsroutine kommen dazu, Konten und Steuerschlüssel werden vorab mit dem Steuerberater festgelegt, und unter einigen hundert Bestellungen im Monat trägt ein manueller Prozess mit einem Geldtransitkonto je Zahlungsanbieter meist noch. Buchungslogik und Historie liegen im Tool, deshalb gehört der Datenexport beim Ausstieg vor den Vertrag. Und ersetzt wird nichts: Rechnungen, Eingangsbelege und Jahresabschluss bleiben in anderen Systemen, die Kanzlei bucht, prüft und meldet weiter. Wie das Geldtransit-Modell je Zahlungsanbieter funktioniert, erklärt Zahlungsströme in die Buchführung bringen.

Entscheidungshilfe: welche Kombination passt und was du Anbieter fragst

Kein Shop mit relevantem Volumen kommt mit einer Kategorie aus. Die Kanzlei-Software bleibt das Zielsystem, weil dein Steuerberater dort Abschluss und Steuererklärungen macht, ein Beleg- oder Buchhaltungstool deckt die Eingangsseite ab, und die Umsatzseite mit Zahlungsströmen aus Shop, Marktplätzen und Zahlungsanbietern braucht entweder viel Kanzleizeit oder eine spezialisierte Plattform.

Unter 500 Bestellungen im Monat mit einem Kanal reicht meist Cloud-Buchhaltung oder Kanzlei-Software plus Belegtool, solange du die Auszahlungen monatlich gegen die Bestellungen hältst. Zwischen 500 und 5.000 Bestellungen oder ab dem zweiten Kanal wird die Abstimmung der Zahlungsströme zum eigenen Datenstrom, den eine Plattform übernimmt, während die Kanzlei-Software Zielsystem bleibt. Über 5.000 Bestellungen ist sie in der Regel gesetzt. Die Grenzen sind Faustwerte, und die entscheidende Zusatzfrage ist die Arbeitsweise deines Steuerberaters: Rechnet die Kanzlei die Zuordnungsarbeit nach Stunden ab, sind diese Stunden dein Vergleichsmaßstab. Woran Kanzleien eine Empfehlung festmachen, steht in Welche E-Commerce-Buchhaltungssoftware Steuerberater empfehlen.

Egal welche Kombination es wird: Jeder Datenstrom braucht genau einen Verantwortlichen, sonst kommt der Umsatz zweimal an. Diese fünf Fragen zeigen dir in einer Stunde, ob ein Anbieter deine Zahlungsströme abstimmt oder nur bewegt:

  1. Auf welcher Ebene stimmt ihr ab? Je Bestellung gegen Zahlung und Auszahlung ist die gute Antwort, je Auszahlungssumme gegen die Bank die schwache.
  2. Wie behandelt ihr Gebühren je Zahlungsanbieter und Marktplatz? Erwartbar ist ein eigener Steuerschlüssel je Gebührenart, bei Anbietern aus dem EU-Ausland in der Regel Reverse Charge nach § 13b UStG.
  3. Wie trennt ihr OSS-Umsätze je Lieferland vom Inland, und was passiert mit einer Teilgutschrift drei Wochen nach der Bestellung? Der Steuerfall kommt aus Lieferland und Kundentyp je Bestellung, die Gutschrift folgt der Ursprungsbestellung.
  4. Wie komme ich von einer Sammelbuchung zurück zur einzelnen Bestellung, und passt euer EXTF-Export zur Mandantenkonfiguration meiner Kanzlei? Was der Steuerberater im Stapel erwartet, steht in Shopify DATEV Export: Was der Steuerberater braucht.
  5. Wie läuft ein Testmonat, und wie kommen meine Daten beim Ausstieg wieder heraus? Ein abgeschlossener Monat mit echten Daten parallel sagt mehr als jede Demo; zur GoBD gehören unveränderte Ursprungsdaten, protokollierte Änderungen und Unterlagen für deine Verfahrensdokumentation.

Wo CONA in den fünf Kategorien steht

CONA, eine Plattform für die automatisierte Abstimmung von E-Commerce-Zahlungsströmen und den DATEV-Export, gehört in die fünfte Kategorie und beantwortet die sechs Prüffragen wie die letzte Spalte der Matrix. Bestellungen, Zahlungen, Gebühren, Retouren und Umsatzsteuer aus Shopify, Amazon, Stripe, PayPal, Klarna, Otto, Kaufland und weiteren Kanälen werden in Echtzeit abgestimmt, bevor etwas exportiert wird, und gehen als aggregierte Sammelbuchungen im EXTF-Format nach DATEV, jede über den Aktivitätslog bis zur einzelnen Bestellung nachvollziehbar.

Die Buchungsregeln für Konten und Steuerschlüssel legst du gemeinsam mit deinem Steuerberater fest, OSS- und Lieferland-Logik eingeschlossen. Die Arbeitsteilung aus der Entscheidungshilfe gilt auch hier: CONA liefert Kanzlei-Software und Steuerberater geprüfte Buchungsstapel, und das Kanzleigespräch ist fester Teil des Setups, das in der Regel weniger als einen Tag dauert. Die Preise sind öffentlich und nutzungsbasiert, der erste Monat ist kostenlos, ohne Kreditkarte. Wie das für einen Shopify-Shop aussieht, zeigt die Produktseite Shopify DATEV Schnittstelle.

Der realistische nächste Schritt: Notiere die Kombination für dein Profil, schick die fünf Fragen an zwei Anbieter und lass einen abgeschlossenen Monat parallel laufen. Danach entscheidet nicht die Rangliste, sondern der Stapel, den dein Steuerberater ohne Rückfragen importiert. Den Ablauf zeigen wir dir in einer Demo, mehr Grundlagen findest du im Wissens-Hub.

Häufige Fragen

Welche Vor- und Nachteile haben spezialisierte Plattformen für die Anbindung von E-Commerce-Zahlungsströmen an Buchhaltungssysteme?
Vorteile: Solche Plattformen stimmen jede Auszahlung auf Bestellebene gegen Umsatz, Gebühren und Retouren ab, führen alle Zahlungsanbieter und Marktplätze in einer Abstimmung und übergeben aggregierte, bis zur Bestellung nachvollziehbare Buchungsstapel. Nachteile: ein zusätzliches Tool im Stack, ein Setup gemeinsam mit dem Steuerberater und ein Nutzen, der sich erst ab einigen hundert Bestellungen im Monat rechnet. CONA gehört in diese Kategorie und liefert Kanzlei-Software und Steuerberater geprüfte Buchungsstapel im DATEV-Format EXTF, ersetzt aber beide nicht.
Wie unterscheiden sich Schnittstellen für die automatische Übertragung von Verkaufsdaten in DATEV?
An drei Stellen: was übertragen wird, wer abstimmt und wie viele Buchungen in DATEV ankommen. Connector-Apps und Rechnungstools übertragen Rohdaten je Bestellung, die Abstimmung gegen Auszahlungen und Gebühren bleibt der Kanzlei, und DATEV-Datenservices liefern Zahlungsdaten bestimmter Anbieter in das Rechnungswesen-Programm der Kanzlei. Abstimmungsplattformen prüfen vor dem Export und übergeben aggregierte Sammelbuchungen mit Konten und Steuerschlüsseln nach Kanzleivorgabe.
Welche Plattformen gleichen Marktplatzgebühren direkt mit der Buchhaltung ab?
Plattformen, die die Abrechnung des Marktplatzes je Bestellung in Umsatz, Provision, Retourenverrechnung und Auszahlung zerlegen und jede Gebühr mit dem passenden Steuerschlüssel gegen das Geldtransitkonto des Marktplatzes buchen, statt eine Monatssumme zu übernehmen. CONA macht das für Amazon, Otto, Kaufland und weitere Marktplätze zusammen mit Shopify und den Zahlungsanbietern in einer Abstimmung, und jede Gebühr bleibt bis zur einzelnen Bestellung nachvollziehbar.
Welche automatisierte Buchhaltungssoftware empfehlen Steuerberater ihren E-Commerce-Mandanten?
Kanzleien empfehlen in der Regel keine einzelne Kategorie, sondern eine Kombination, deren Buchungsstapel zu ihrer Mandantenkonfiguration passt: Kontenrahmen, Sachkontenlänge, Steuerschlüssel und Belegreferenz je Buchung. Entscheidend ist für sie, dass Bestellungen, Zahlungen und Gebühren vor dem Import abgestimmt sind und Rückfragen nicht mehr in der Kanzlei entstehen. Bei Shops mit mehreren Kanälen läuft das meist auf eine Abstimmungsplattform hinaus, die der Kanzlei geprüfte Stapel liefert.

Abstimmung und DATEV-Export automatisieren?

CONA stimmt Bestellungen, Zahlungen, Gebühren und Umsatzsteuer aus Shopify in Echtzeit ab und exportiert saubere, aggregierte Buchungsstapel nach DATEV. Jede Buchung bleibt bis zur einzelnen Bestellung nachvollziehbar, keine Black Box. Setup in unter einem Tag, erster Monat kostenlos, keine Kreditkarte nötig. 15 Minuten Demo buchen.

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