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Shopify Buchungen automatisch in DATEV übertragen: 7 Schritte

Aktualisiert am

Shopify Buchungen automatisch in DATEV zu übertragen funktioniert in sieben Schritten, die sich zu vier Etappen bündeln: Vorbereitung, Anbindung und Regeln, Testmonat und Freigabe, laufender Betrieb. Shopify selbst liefert nur Rohdaten, ein Zwischensystem übersetzt sie in Buchungssätze mit Konto, Gegenkonto, Steuerschlüssel und Belegreferenz. Mit einer Abstimmungsplattform steht das technische Setup in der Regel in unter einem Tag, der Testmonat entscheidet danach, ob die Zahlen aufgehen.

Wer die Übertragung selbst baut, braucht dafür typischerweise mehrere Wochen, weil Kontenlogik, Abstimmung und Dateiformat einzeln entstehen und getestet werden müssen. Warum zwischen Shopify und DATEV immer ein Zwischensystem steht und welche Lösungswege es gibt, erklärt der Artikel Shopify mit DATEV verbinden. Hier geht es um die Umsetzung: wer was macht, wie lange es dauert und was der Steuerberater vor dem ersten Import freigibt.

SchrittVerantwortlichDauerTypischer Fehler
1 Ist-AufnahmeHändler1 StundeEin kleiner Zahlungsanbieter fehlt
2 Kontenplan und BuchungslogikHändler und Steuerberater1 bis 2 StundenInlandserlöskonto für OSS-Umsätze
3 Datenquellen anbindenHändler mit Toolunter 1 StundeCSV-Export statt API
4 Buchungsregeln konfigurierenHändler, Steuerberater, Tool2 bis 3 StundenVersandkosten ohne Steuerfall
5 Testmonat parallelTool, Händler und Steuerberaterhalber TagTestmonat übersprungen
6 Freigabe und erster EXTF-ImportSteuerberater1 StundeStapel passt nicht zum Mandanten
7 Laufender BetriebTool, Händler, SteuerberaterMinuten pro WocheAggregation über Länder hinweg

Vorbereitung: Ist-Aufnahme und Kontenlogik mit der Kanzlei

Bevor du etwas verbindest, schreibst du auf, was dein Shop buchhalterisch erzeugt, und legst mit deinem Steuerberater fest, wie der Kontenplan diese Fälle auseinanderhält. Das sind die Schritte 1 und 2, zusammen zwei bis drei Stunden. Alles Spätere hängt daran, denn ohne diese Vorarbeit konfigurierst du Regeln für Fälle, über die niemand entschieden hat.

  • Zahlungsanbieter vollständig listen, auch die kleinen. Jeder wird ein eigener Zahlungsstrom mit eigenem Verrechnungskonto.
  • Länder nach Steuerfall sortieren: Inland, EU-Privatkunden (OSS-relevant, sobald der EU-weite B2C-Fernverkaufsumsatz 10.000 Euro netto im Kalenderjahr übersteigt), EU-Geschäftskunden mit USt-IdNr., Drittland.
  • Retourenquote und Bestellvolumen erfassen. Die Quote bestimmt die Gutschriftenlogik, das Volumen die Entscheidung zwischen Einzel- und Sammelbuchungen.
  • Sonderfälle notieren: Geschenkkarten, Rabattcodes, Versandkosten, B2B-Anteil, Fremdwährungen, Kassensystem.

Mit dieser Liste geht ihr in den Kanzleitermin. Vier Unterscheidungen muss der Kontenplan treffen: ein eigenes Erlöskonto je Steuerfall, also getrennt nach Inlandssteuersätzen, OSS-Lieferungen je Lieferland, innergemeinschaftlichen B2B-Lieferungen und Ausfuhren; ein eigenes Geldtransitkonto je Zahlungsanbieter, damit später jede Auszahlung für sich aufgeht; Gebühren als eigener Aufwand mit der Steuerbehandlung aus der Anbieterrechnung; und die Entscheidung zwischen einem Sammeldebitor je Kanal und Einzeldebitoren. Welche Kontonummern dahinterstehen, sagt der Kontenrahmen deines Mandanten, nicht dieser Artikel. Zu jedem Steuerfall gehört ein eigener Steuerschlüssel, und ein Inlandserlöskonto darf nie für OSS-Umsätze herhalten, weil Umsatzsteuer-Voranmeldung und OSS-Auswertung beide aus Kontenfunktion und Schlüssel lesen. Die sieben Fragen für das Gespräch stehen im Artikel DATEV Export aus Shopify für Steuerberater.

Anbindung und Buchungsregeln: API statt CSV-Export

Verbinde Shopify und jeden Zahlungsanbieter per API mit dem Zwischensystem und übersetze danach die Entscheidungen aus der Vorbereitung in Buchungsregeln. Das sind die Schritte 3 und 4, zusammen ein halber Tag. Jeder Anbieter, den du nicht anbindest, produziert im Testmonat eine Differenz in Höhe seiner gesamten Auszahlungen, Gebühren und Erstattungen.

Nötig sind die Bestelldaten aus Shopify und die Auszahlungsberichte jedes Anbieters, denn nur dort stehen Gebühren, Erstattungen und Auszahlungstermine. Ein CSV-Export ist eine Momentaufnahme, eine Teilretoure nach dem Export fehlt darin für immer; eine API-Anbindung liest den aktuellen Stand und erkennt bereits übertragene Vorgänge. Leg außerdem den Stichtag fest, ab dem die Übertragung gilt, sauber zum Monatsanfang. Wer seine Shop-Verkäufe am einfachsten direkt in die Buchhaltung bekommen will, entscheidet genau hier: Die API-Anbindung aller Anbieter ist der eine Handgriff, der den monatlichen Export für immer ersetzt.

Über die Regeln entscheidet der Steuerberater, nicht das Tool. Vier Themen stehen dabei praktisch immer auf der Liste: das Lieferland, das über Erlöskonto und Steuerfall entscheidet, Gutschriften und Teilretouren, Versandkosten in gemischten Warenkörben und die Behandlung der Anbietergebühren. Dazu kommen die Sonderfälle deines Sortiments, etwa Geschenkkarten und Rabattcodes. Vereinbart wird außerdem, wie weit Buchungen zusammengefasst werden dürfen, ohne die Rückverfolgbarkeit zur einzelnen Bestellung zu verlieren.

Testmonat und Freigabe durch den Steuerberater

Lass einen bereits abgeschlossenen Monat komplett automatisiert durchlaufen und halte das Ergebnis gegen deine bisherige Buchhaltung. Abgeschlossen deshalb, weil dann alle Auszahlungen und Retouren bekannt sind. Erst wenn die Abstimmung aufgeht und der Steuerberater freigibt, geht der erste Buchungsstapel als EXTF-Datei in die Kanzlei. Das sind die Schritte 5 und 6, ein halber Tag Prüfung plus eine Stunde Kanzleizeit.

Geprüft wird je Zahlungsanbieter, ob sich die Auszahlungen auf dem Bankkonto vollständig erklären lassen, und je Steuerfall, ob die Erlöskonten zur bisherigen Basis von Voranmeldung und OSS-Meldung passen. Dazu eine Stichprobe schwieriger Bestellungen, bis zur Buchung zurückverfolgt. Welche Fälle in deinem Shop die schwierigen sind, weiß dein Steuerberater. Jede Differenz bekommt eine benannte Ursache, bevor es weitergeht, etwa Auszahlungen über das Monatsende, ein nicht angebundener Anbieter oder Chargebacks mit Verzug. „Sonstiger Aufwand“ ist keine Ursache. Typische Ursachen und ihre Behebung stehen im Artikel Shopify DATEV Synchronisation: Probleme erkennen und beheben.

Die Kanzlei importiert den freigegebenen Stapel danach in ihr Rechnungswesen und prüft das Importprotokoll. Freigegeben werden die Kontenzuordnung, die Gebühren- und Retourenlogik, der Aggregationsgrad und die Belegreferenz, über die jede Sammelbuchung zur einzelnen Bestellung zurückführt. Der Stapel muss zur Mandantenkonfiguration der Kanzlei passen, sonst scheitert der Import; leg den ersten deshalb nicht auf den Tag der Abgabefrist.

Laufender Betrieb: Rhythmus und Monatsabschluss

In Schritt 7 legst du den Rhythmus fest: Abstimmung laufend, Kontrolle offener Differenzen wöchentlich, Übergabe des aggregierten Buchungsstapels monatlich zum Abschluss. Für dich bleiben Minuten pro Woche. Der Steuerberater bucht weiterhin Bank, Eingangsrechnungen und Abgrenzungen, erstellt Voranmeldung, OSS-Meldung und Zusammenfassende Meldung und macht den Jahresabschluss.

Neue Zahlungsarten oder Lieferländer meldest du, bevor die erste Bestellung darüber läuft, damit die passende Regel rechtzeitig steht. Der typische Fehler im Dauerbetrieb ist Aggregation über Länder hinweg: Aus mehreren tausend Bestellungen im Monat werden einige hundert Sammelbuchungen, jede mit Protokoll der enthaltenen Bestellungen. Fasst ein System dagegen über Steuerfälle oder Länder zusammen, lässt sich die OSS-Auswertung daraus nicht mehr herstellen. Die fünf Kriterien korrekter Verkaufszahlen stehen im Artikel Shopify Verkaufszahlen korrekt in DATEV übernehmen.

Wie die automatische Übertragung mit CONA läuft

CONA, eine Plattform für automatisierte Umsatzabstimmung und DATEV-Export für Shopify-Shops, führt die vier Etappen in einem Setup zusammen: Shopify und die Zahlungsanbieter werden per API verbunden, Konten und Steuerschlüssel legst du gemeinsam mit deinem Steuerberater fest, und Bestellungen, Zahlungen, Gebühren, Retouren und Umsatzsteuer werden in Echtzeit abgestimmt, bevor aggregierte Buchungsstapel im EXTF-Format nach DATEV gehen. Angebunden werden Shopify, PayPal, Klarna, Stripe, Mollie, Adyen, Amazon Pay sowie Amazon und weitere Marktplätze in einer gemeinsamen Abstimmung.

Aus zehntausenden Einzelvorgängen werden so einige hundert Buchungen, jede davon bleibt über das Aktivitätslog bis zur einzelnen Shopify-Bestellung rückverfolgbar, und OSS- sowie Lieferland-Logik sind abgedeckt. Der erste Monat bei CONA ist kostenlos und eignet sich damit als Testmonat, das Setup dauert in der Regel unter einem Tag. Den Ablauf zeigt die Produktseite zur Shopify DATEV Schnittstelle.

Der nächste Schritt für dich: Ist-Aufnahme heute, Termin mit dem Steuerberater diese Woche, Testmonat im Monat darauf. Für einen Durchgang mit deinen eigenen Zahlungsanbietern buch dir eine Demo; mehr Grundlagen findest du im Wissens-Hub. Am Ende zählt: Abstimmung vor dem Export, Nachvollziehbarkeit bis zur Bestellung und ein Setup an einem Tag statt eines IT-Projekts.

Häufige Fragen

Wie überträgt man Shopify Buchungen automatisch in DATEV?
In sieben Schritten, die sich zu vier Etappen bündeln: Vorbereitung mit Ist-Aufnahme und Kontenlogik, Anbindung von Shop und Zahlungsanbietern per API samt Buchungsregeln, Testmonat mit Freigabe der Kanzlei und erstem EXTF-Stapel, danach laufender Betrieb. Shopify liefert dabei nur Rohdaten, ein Zwischensystem erzeugt daraus Buchungssätze mit Konto, Gegenkonto, Steuerschlüssel und Belegreferenz.
Wie bekomme ich meine Shop-Verkäufe am einfachsten direkt in die Buchhaltung?
Am einfachsten über eine API-Anbindung von Shop und allen Zahlungsanbietern an ein Zwischensystem, das die Buchungssätze nach den Kontenvorgaben deines Steuerberaters erzeugt und monatlich als Buchungsstapel an die Kanzlei übergibt. Der manuelle CSV-Export ist nur scheinbar einfacher: Gebühren und Auszahlungen externer Zahlungsanbieter fehlen darin, und jede Retoure nach dem Export fehlt für immer.
Gibt es eine einfache Möglichkeit, Verkäufe aus dem Onlineshop direkt in die Buchhaltung zu laden?
Ja, aber nicht direkt aus Shopify in DATEV, weil Shopify keine Buchungssätze und kein EXTF-Format erzeugt. Der einfache Weg ist ein Zwischensystem, das per API liest, die Buchungslogik anwendet und einen fertigen Buchungsstapel liefert, den die Kanzlei importiert. Einfach wird das, sobald alle Zahlungsanbieter angebunden sind und die Kontenzuordnung einmal mit dem Steuerberater festliegt.
Welche Software überträgt Shopify-Verkäufe automatisch in die Buchhaltung?
Für DATEV-Kanzleien eignet sich Software, die Shopify und alle Zahlungsanbieter per API anbindet, Bestellungen, Zahlungen, Gebühren und Retouren vor dem Export abstimmt und aggregierte Buchungsstapel im EXTF-Format liefert. CONA, eine Plattform für automatisierte Umsatzabstimmung und DATEV-Export für Shopify-Shops, arbeitet genau so: Jede Sammelbuchung bleibt bis zur einzelnen Bestellung rückverfolgbar, und das Setup mit dem Steuerberater dauert in der Regel unter einem Tag.

Abstimmung und DATEV-Export automatisieren?

CONA stimmt Bestellungen, Zahlungen, Gebühren und Umsatzsteuer aus Shopify in Echtzeit ab und exportiert saubere, aggregierte Buchungsstapel nach DATEV. Jede Buchung bleibt bis zur einzelnen Bestellung nachvollziehbar, keine Black Box. Setup in unter einem Tag, erster Monat kostenlos, keine Kreditkarte nötig. 15 Minuten Demo buchen.

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